Burnout: gesunder Schlaf als Prävention und Therapie
Ausgeschlafen statt ausgebrannt
Immer mehr Menschen sind von einem Burnout betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für das 21. Jahrhundert Stress als die grösste Gefahr für unsere Gesundheit prognostiziert. Neben Ernährung und Bewegung zählt sie den Schlaf als die dritte wichtige Säule zur Prävention vor stressbedingten Krankheiten. Der Schlafpsychologe Dr. h.c. Günther W. Amann-Jennson erklärt, warum gesunder Schlaf hilft den Weg aus dem Teufelskreis des „Ausgebrannt-Seins“ zu finden.
Immer wieder schaut er auf seine Uhr, den Zeitdruck im Nacken. Seine Pendenzenliste scheint immer länger, sogar das romantische Nachtessen mit seiner Frau wird zum Stressfaktor. Endlich fällt er todmüde ins Bett – doch an Schlaf ist nicht zu denken, er wälzt sich hin und her. Seine Gedanken kreisen: „Was steht morgen an? Ich muss genug Schlaf kriegen, sonst bin ich nicht leistungsfähig.“ Nach einem unruhigen Schlaf wacht er viel zu früh schweissgebadet auf – der nächste, aussichtslose Tag geht von vorne los.
Wenn der Treibstoff aufgebraucht ist
Solche Szenen spielen sich im Leben vieler ab. So lange, bis die Betroffenen psychisch und körperlich so ausgebrannt sind, dass sie aus dem beruflichen und privaten Alltag ausscheiden müssen. Diagnose Burnout. Die Psychoanalytiker haben diesen Begriff von Ingenieuren übernommen und ihn metaphorisch zur Bezeichnung eines Erschöpfungszustandes verwendet. Ursprünglich umschrieb man damit den Zustand von leistungsentleerten Kernbrennstäben oder Raketen ohne Treibstoff.
Erholungspausen auch tagsüber nötig
„Burnout ist das Resultat eines Teufelskreises“, erklärt der Schlafpsychologe Dr. h.c. Günther W. Amann-Jennson. Unter Stress werden im Gehirn hohe Mengen an Corticotropin-releasing Hormonen (CRH) freigesetzt, was die REM-Schlaf-Phasen verlängert und die Schlafqualität verschlechtert. Im Gegensatz zu den tief entspannenden Ruhigschlafphasen mit regelmässigem Atemrhythmus und Herzschlag sind die REM-Phasen unruhiger. Dies führt zu einer gestörten Balance zwischen Aktivierungs- und Deaktivierungs-Phasen tagsüber. Der Erholungseffekt wird immer kleiner, der Organismus erreicht Schritt für Schritt sein körperlich-seelisch-geistiges Leistungs- und Regenerationslimit.*1
Tatsächliche Ursache: gestörter Schlaf!
Eine frühere Studie des Karolinska-Instituts in Stockholm stützt diese Erkenntnis. Dabei wurde das Schlafmuster von 35 Patienten studiert, die seit mindestens drei Monaten wegen des Burnout-Syndroms nicht mehr arbeiten konnten. Zum Vergleich wurden Personen mit einem niederen Burnout-Risiko hinzugezogen. Das Resultat zeigte, dass der Einfluss von Stress weiterhin als gesichert gilt, die eigentliche Ursache von Burnout jedoch in gestörtem, nicht mehr erholsamen Schlaf liegt. Behandelt wurden die Betroffenen neben einer kognitiven Verhaltenstherapie mit einer strikten Schlafhygiene. Nach sechs bis zwölf Monaten konnten deutliche Verbesserungen der Schlafdauer erzielt und 60 Prozent der Patienten bereits wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.
Tipps zur Prävention
Stress führt zumeist zu Schlafstörungen. In der Folge können sich Körper und Geist nicht mehr erholen und man erreicht sein Leistungs- und Regenerationslimit. Die Optimierung von Schlafqualität und Schlafdauer hat sich sowohl in der Prävention wie auch in der Therapie als sehr positiv erwiesen. Damit ein gesunder Schlaf jedoch überhaupt möglich ist, benötigt er eine Grundlage, die nur mit einem ganzheitlichen, naturbezogenen Schlafsystem erfüllt werden kann.
Hier einige Tipps des Schlafforschers Amann-Jennson:
- Eine rhythmische Balance zwischen Aktivität und Erholung tagsüber ist präventiv sehr wichtig und fördert den gesunden Schlaf. Ideal ist ein Wechsel von rund 70- bis 90-minütiger Aktivierung gefolgt von einer ungefähr 20-minütigen Deaktivierungsphase. Dadurch verbessern sich Leistungs- und Erholungsfähigkeit.*2
- Zu vermeiden sind Rhythmusräuber*3. Dazu zählen anhaltende Aktivierung ohne Entspannung wie überlange Sitzungen, langes Arbeiten am Computer, strapaziöse Autofahrten, Reizüberflutung durch pausenloses Fernsehen, unregelmässige Arbeits-, Schlaf- und Essenszeiten, Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit, Jet lag oder technisch ausgelöste Störzonen (TV-Geräte, Handys, Radiowecker) in Bettnähe.
- Rhythmusgeber hingegen sollten gefördert werden: Der Organismus unterscheidet nicht zwischen positivem und negativem Stress, sondern nur, ob wir aktiviert, in Balance oder in Regeneration sind. Daher sollten wir Wert legen auf kurze Erholungs-Pausen durch Loslassen, Entspannen, Nachsinnen, Tagräumen; Atemwahrnehmung und Atemübungen; regelmässigen, ausreichenden Schlaf.
- Nur die Kombination von „Hardware“ (Schlafplatz, Bettsystem) und „Software“ (Stressfaktoren, Pausen, Sonnen-/Kunstlicht, Gewohnheiten), d.h. ein ganzheitlich orientiertes Schlaf-Gesund-Konzept, führt zu einem biologisch hochwertigen Schlaf. Dabei hat die Schlafunterlage die grösste „Hebelwirkung“ zur Optimierung von Schlafqualität und Schlafeffizienz.
Dr. h.c. Günther W. Amann-Jennson
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Medienstelle SAMINA, Büro 10, Zürcherstrasse 119, 8406 Winterthur, Telefon 052 269 20 06, E-Mail info@buero10.ch, www.samina.ch
SAMINA
1989, also vor 23 Jahren, entwickelte der Schlafpsychologe und Gesundheitsexperte Dr. h.c. Günther W. Amann-Jennson ein Schlaf-Gesund-Konzept und startete mit der Unternehmensgründung die Erfolgsgeschichte der SAMINA Schlafsysteme. Inmitten herrlicher Natur werden am SAMINA Firmensitz in Frastanz (Vorarlberg/A) die SAMINA Schlaf-Gesund-Produkte sorgfältig von Hand gefertigt.
Das SAMINA Schlaf-Gesund-Konzept basiert auf den Erkenntnissen der modernen Schlafmedizin und erfüllt alle bekannten schlafmedizinischen, orthopädischen, bettklimatischen, bau- und elektrobiologischen, hygienischen und materialbedingten Anforderungen des gesunden Schlafs. Die bei einem SAMINA Schlafsystem zum Einsatz kommenden Rohstoffe sind ausnahmslos natürlich, unbehandelt und von ausgesuchter Qualität: massives, hochelastisches Eschenholz für die Lamellen des frei schwingenden Lamellenrostes; 100 % Naturkautschuk mit hoher Punktelastizität für die Matratzen; naturreine, atmungsaktive Baumwolle sowie 100 % organische, schadstofffreie Schafschurwolle für Auflagen, Decken und Kissen.
Die SAMINA Produktions- und Handels GmbH mit Sitz in Frastanz (Vorarlberg/A) beschäftigt 63 Mitarbeitende und vertreibt ihre Produkte weltweit in 20 Ländern. Allein in der Schweiz arbeitet SAMINA mit über 40 Franchise- und Lizenz-Partnern zusammen, die ihre Produkte verkaufen. Seit mehreren Jahren ist Samina auch sehr erfolgreich mit dem Hotelkonzept „Power Sleeping Rooms“ in der gehobenen Wellness- und Business-Hotellerie. www.gesund-schlafen-hotels.com
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*1: Hier stützt sich Günther W. Amann-Jennson auf: Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München (2009). M. Kimura, P. Müller-Preuss, A. Lu, E. Wiesner, C. Flachskamm, W. Wurst: Conditional corticotropin-releasing hormone overexpression in the mouse forebrain enhances rapid eye movement sleep. Molecular Psychiatry, 1–11, Online-Vorabpublikation 20. Mai 2009.
*2: Hier stützt sich Günther W. Amann-Jennson auf: Ornstein Robert, The Right Mind, Publ. Harcourt-Brace & Co (1997) /Springer Sally P., Deutsch Georg: Left Brain, Right Brain. Publ. W. H.
*3: Hier stützt sich Günther W. Amann-Jennson auf: Hecht Karl: Das geomagnetische Feld als biologischer Regulator und dessen Sensibilität gegenüber elektromagnetischen Frequenzen. Journal of preventive medicine, Themenheft „Schlaf und Schlafstörungen“, Ausgabe Juli 2011.


