Interview mit Christian Koch, CEO Steinfels Cleaning Systems
28. Juni 2010 | Von Orgetorix Kuhn | Kategorie: Dies und DasHerr Koch, seit 10 Jahren gibt es die Produktlinie Maya für die professionelle Reinigung in den Bereichen Hotel, Restaurant, Kantinen und Spitäler und Heimen. Wie wurde Maya aus der Taufe gehoben?
Christian Koch: Einer unserer Grosskunden, der schon früh auf Nachhaltigkeit und Ökologie bei der Reinigung gesetzt hat, wollte die konventionellen Produkte, welche in seinen Restaurants für die Küchenhygiene eingesetzt wurden, durch ökologische ersetzen. Als Experten für Reinigungsprodukte wurden Steinfels Cleaning Systems eingeladen, eine Produktlinie zu entwickeln, welche sich für den professionellen Bereich eignet. Dies stellte uns vor eine echte Herausforderung.
Inwiefern?
Ökologische Reinigungsmittel für den Privatgebrauch in Haushalten gibt es schon seit längerem. Sie reinigen ebenso wirksam wie konventionelle Produkte, bieten mit ihrer biologischen Abbaubarkeit aber einen grossen Vorteil und tragen so wirksam zum Schutz der Natur und unserer Ressourcen bei. Reinigungsmittel für den professionellen Bereich müssen hingegen ganz anderen Ansprüchen genügen. Man denke dabei beispielsweise an die Geschirrreinigung. In Privathaushalten ist es möglich, dank einem längeren Waschgang mit umweltschonenden Geschirrspülmitteln eine absolut hygienische Reinigung zu erzielen. In der professionellen Küche, wo die Geschirrspülgänge betriebsbedingt nur von kurzer Dauer sein können, müssen die Reinigungsmittel eine ganz andere Waschkraft aufbringen. Dass so etwas auch mit einem ökologischen Waschmittel erreicht wird, ist alles andere als selbstverständlich.
Mit Maya schien dies kein Problem mehr zu sein?
Genau. Mit Maya gelang es uns, die Diskrepanz zwischen desinfizierend rein und dem Schutz von Wasser, Boden und Luft zu überwinden und darauf sind wir sehr stolz. Maya verzichtet auf jegliche Inhaltsstoffe, die das Ökosystem belasten oder für die Klärschlammbakterien giftig sind. Mit Maya waren und sind wir Pioniere, denn wir sind nach wie vor der einzige Anbieter mit einem kompletten Sortiment ökologischer Reinigungsmittel für den professionellen Bereich.
Wie kam diese Reinigungslinie eigentlich zu ihrem Namen „Maya“?
Wir machten das ganz demokratisch. Es konnten alle Mitarbeitenden Vorschläge einreichen. Aus diesem Brainstorming wählte ein damit beauftragtes Gremium Maya aus. Darauf wurde im Portfolio der geschützten Namen geprüft, ob Maya bereits registriert war oder uns zur freien Verwendung zur Verfügung stand, dabei war uns das Glück hold.
Sind die Maya-Produkte in der ganzen Schweiz erhältlich?
Ja die Produkte sind in der ganzen Schweiz erhältlich. Steinfels Cleaning Systems wurde 1832 in Zürich gegründet und hat in dieser langen Zeit durch die Qualität und Zuverlässigkeit bei den Kunden schweizweit einen ausgezeichneten Ruf erlangt. Wer unsere Maya-Produkte kennengelernt hat, verzichtet nicht mehr darauf, denn neben der hohen ökologischen Verträglichkeit und Nachhaltigkeit bieten wir auch ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Moment macht die Maya-Produktlinie bereits einen beachtlichen Teil unseres Umsatzes aus. Wir streben aber weiteres Wachstum an und erweitern das Maya Sortiment laufend .
Wie erfahren potentielle Kunden von der Möglichkeit der ökologischen Reinigung mit Maya?
Verwaltungen und öffentliche Betriebe, das Gesundheitswesen aber auch die Horeca-Betriebe legen in der Reinigung zunehmend Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit und suchen entsprechende Lieferanten über Ausschreibungen. Dabei werden wir jeweils auch zur Bewerbung eingeladen. Mit unserem gut ausgebauten Verkaufsteam führen wir aktiv Gespräche mit diesen Kunden. So gelingt es uns, die Marktanteile der Maya-Produkte auszudehnen und ihre Bekanntheit zu steigern.
Wenn Hotels, Restaurants oder Spitäler Maya-Produkte zur Geschirr-, Textil- und Objektreinigung verwenden, erfahren es die Kunden bzw. Patienten ja meist nicht im Gegensatz zu den Lebensmitteln, wo fast überall Herkunft und Produktionsart vermerkt sind.
Auch in dieser Hinsicht haben wir unsere Hausaufgaben erledigt. Wir stellen für unsere Kunden Maya-Zertifikate aus, die sie für die Gäste oder Patienten sichtbar anbringen können. Diese stossen auf grossen Anklang bei unseren Kunden.
Seit zehn Jahren gibt es Maya. Was ist für die nächsten zehn Jahre vorgesehen?
Wir bewegten uns weder in den vergangenen zehn Jahren an Ort noch haben wir vor, es in Zukunft zu tun. Unsere Produkte der Maya-Linie werden kontinuierlich weiterentwickelt. Dem Kunden wird dies jedoch nur aktiv kommuniziert, wenn dieser Schritt auch merklich wahrnehmbar ist. Gegenwärtig sind wir insbesondere in der Wäschedesinfektion intensiv am Forschen und Entwickeln. Es ist uns dort gelungen, dank des chemotechnischen Verfahrens Weiss- und Buntwäsche bereits ab 60° und Wolle ab 40° garantiert desinfizierend zu waschen, wodurch erheblich Energie gespart werden kann. Dies ist ganz besonders im Zusammenhang mit dem gefürchteten Noro-Virus von Bedeutung, welcher damit trotz niedrigeren Waschtemperaturen keine Chance mehr zur Verbreitung hat.
Wie ökologisch ist denn die Herstellung der Maya-Produkte?
Selbstverständlich achten wir auch bei der Herstellung von Maya-Reiningungsmitteln darauf, dass die vielfältigen ökologischen Aspekte berücksichtigt werden. Wir schulen unsere 160 Mitarbeitenden regelmässig in Nachhaltigkeit und führen ihnen vor Augen wie wichtig der Schutz der Natur und unserer Ressourcen ist. Unseren Jubiläumsanlass feierten wir beispielsweise in der Masoala-Halle im Zoo Zürich. Zudem beziehen wir Energie in Form von Fernwärme aus der nahegelegenen Kehrichtverbrennungsanlage Winterthur. Dank der kurzen Distanz können wir von der einer hochwertigen Restwärme profitieren, die sonst nirgendwo Anwendung findet. Wir verwenden also keine fossilen Brennstoffe, was auch eine beträchtliche Reduktion des CO2-Ausstosses zur Folge hat. Unser Unternehmen ist zudem mehrfach ISO-zertifiziert, z.B. ISO 9000, 14000 und 26000.
Das Bild von Christian Koch kann bei der Medienstelle in hoher, reproduktionsfähiger Auflösung bezogen werden.
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