Mit der Wunderlampe auf Reisen – Ismets Herzenswunsch: zwei Tage lang Europapark
Ismet lebt aufgrund einer kognitiven Behinderung im Giuvaulta Zentrum für
Sonderpädagogik im bündnerischen Rothenbrunnen. Eine Reise zu unternehmen
oder gar ins Ausland zu fahren gehörte für den Jugendlichen daher eher ins Land
der Träume als zur Realität. Umso überwältigender war dafür seine Freude, als er von
der Stiftung Wunderlampe zu einem zweitägigen Ausflug in den Europapark nach
Rust eingeladen wurde.
Stiftung Wunderlampe. Zürcherstrasse 119, 8406 Winterthur. T. 052 269 20 07
Viel hatte Ismet schon von der Faszination des Europaparks in Rust gehört und konnte sich
deshalb nichts Schöneres im Leben vorstellen, als einmal selber dorthin zu reisen. Ismets
Betreuer kannten seinen Wunschtraum und leiteten ihn an die Stiftung Wunderlampe
weiter, die kranken oder behinderten Kindern und Jugendlichen Herzenswünsche erfüllt.
Gerne wollte die Wunderlampe Ismet dieses einmalige Erlebnis ermöglichen und ihm zwei
Tage grössten Glücks bescheren.
Ismets grosses Abenteuer begann bereits am Bahnhof Chur, als er den EC 100 nach
Freiburg im Breisgau besteigen konnte. Während der Reise konnte er es kaum erwarten,
die Grenze nach Deutschland zu überqueren und endlich ins Ausland zu gelangen. Nach
der ausgiebigen Zugsfahrt endlich in Rust angekommen, war Ismet überwältigt von der
Fülle des Angebots. Schnellen Schrittes zog er von Bahn zu Bahn und schaute sich zuerst
alle Attraktionen gründlich an. Als erstes entschied er sich dann für eine Reise durch die
Zeit und war äusserst fasziniert von der eindrücklichen Lasershow. Anschliessend erprobte
er die Schweizer Bobbahn und vergnügte sich auf der Wildwasserbahn. Mit strahlenden
Augen und viel Gestik brachte er sein Glück zum Ausdruck. Kulinarisch liess er sich von
einem spanischen Spezialitäten-Buffet nach Herzenslust verwöhnen. Am zweiten Tag
genossen Ismet und seine Begleiter den wunderschönen Vergnügungspark noch von der
beschaulichen Seite und durchquerten ihn im Eurobähnli. Ismet entpuppte sich dabei auch
als begeisterter Filmer. Denn die wildesten Bahnen wollte er lieber im Film als am eigenen
Leib erleben. Überglücklich von seiner grossen Reise ins Ausland und den vielen
spannenden Eindrücken aus Rust, trat der Junge seine Heimreise in die Schweizer Berge
an.




