Büro 10: Gesunde Schlaf-Tipps: Das ideale Bettklima für den Winter
Im Moment reden alle vom „Klimawandel“ und dessen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Doch nur wenige stellen sich die Frage: Wie schaut es aus mit meinem Hausklima und wie ist mein Bettklima wenn es um den gesunden Schlaf geht? Längst haben nämlich Wissenschafter nachgewiesen, dass das Haus- und Raumklima ebenfalls einen grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat. Auch in der Schlafforschung gibt es immer mehr Fakten, dass das richtige Bettklima den gesunden Schlaf entscheidend fördert.
Wenn draussen kaltes und auch trübes Wetter herrscht, geniessen wir die Wärme und Behaglichkeit in Haus oder Wohnung umso mehr. Dabei freuen wir uns am Abend auch auf ein warmes Bett mit kuscheligem Zudecken. Doch die wenigsten machen sich echte Gedanken über das Klima in ihrem Schlafzimmer oder unter der Bettdecke. Dazu der Schlafpsychologe und Begründer des „Bioenergetischen Schlafes“ (Samina) Günther W. Amann-Jennson: „In der ganzheitlich orientierten Schlafforschung ist das Bettklima ein ganz wichtiges Thema.
Ein gutes Bettklima verbessert eindeutig die Schlafqualität. Es wird von vielen Faktoren beeinflusst: Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit, Be- und Entlüftung von Bettrahmen samt Bettinhalt. Und vom Schläfer selbst, durch seine Wärmeproduktion und den Nachtschweiss. Gerade die Wärme- und Feuchtigkeitsregulation während dem Schlaf hat einen grossen Einfluss auf die Schlafqualität. Während dem Schlaf ist der Wärmebedarf des Körpers eindeutig höher. Zudem werden über die Transpiration der Haut Gift und Schlackenstoffe ausgeschieden. Deshalb muss es das Hauptziel sein, mit den richtigen Materialien ein trocken-warmes Bettklima zu erzeugen.“
Bei trockener Wärme fühlen wir uns in jedem Falle besser als bei feuchter Hitze. Hingegen reagieren wir auf feuchte Kälte besonders empfindlich. Das ideale, trockenwarme Bettklima wird gefördert, wenn Schlafsystem samt Unterbett, Zudecke und Kissen bis hin zur Bettwäsche und der Nachtkleidung aus natürlichen Naturmaterialien sind.
Da während des Schlafes die Körperfunktionen automatisch herabgesetzt sind, das Herz langsamer schlägt und der Blutdruck sinkt, tritt ein Wärmeverlust ein, der durch eine geeignete Bettausstattung ausgeglichen werden muss. Ebenfalls ist die laufende Durchlüftung des gesamten Schlafsystems wichtig. Wäre der Schläfer in seinem Bett absolut isoliert, so würde die Körpertemperatur pro Stunde um 1°C steigen und bei achtstündiger Schlafdauer zu einer lebensbedrohlichen Überhitzung führen.
Im Bett kommt die Kälte von unten, der warme Körper saugt durch das Schlafsystem und im Besonderen über die Matratze die Kaltluft an. Diese erwärmt sich am Körper und steigt dann samt der abgegebenen Körperfeuchtigkeit nach oben. Deshalb ist es wichtig, den Körper nach unten und nach oben zu isolieren.
„Während der Nacht transpiriert ein normaler Schläfer ca. ??? bis ? Liter Flüssigkeit. Die Haut ist also nicht trocken, sondern leicht feucht. Kann jetzt von unten kalte Luft am Körper vorbeiziehen, entsteht auf der Haut eine Verdunstungskälte, die zu muskulären Verspannungen und bei Langzeiteinfluss zu Problemen mit Gelenken und der Wirbelsäule führen kann“ zeigt der Schlafpsychologe anschaulich auf.
Mikroklimatische Funktionsmessungen bestätigen in diesem Zusammenhang, dass sich für Matratzenauflage und Zudecke naturbelassene und schadstofffreie Schafschurwolle bestens eignet. Denn diese Naturfaser ist physikalisch gesehen eine absolute Klimafaser. Das heisst im Winter wärmend und im Sommer kühlend. Gleichzeitig hat die Schafschurwollfaser drei unschlagbare Eigenschaft: einmal ist sie in der Lage die laufend ausscheidende Körperfeuchtigkeit aufzunehmen ohne sich feucht anzufühlen, zum zweiten gibt sie diese Feuchtigkeit sieben Mal schneller an die Raumluft wieder ab, als jede andere Faser – und drittens ist die Schafschurwolle in der Lage, die im Körperschweiss enthaltenen giftigen Ausscheidungsstoffe zu neutralisieren. Dazu kommt, dass Bettprodukte, die mit Schafschurwolle gefüllt sind, wie ein Filter für die Raumluft wirken. Die Schafschurwolle ist nämlich in der Lage, Luftgiftstoffe wie z.B. Formaldehyd ebenfalls zum Grossteil zu neutralisieren.
„Eine falsche Zudecke, die nicht in der Lage ist, Wärme- und Feuchtigkeit richtig auszugleichen, wirkt sich daher auch auf das Schlafverhalten aus. Man kann im Schlaflabor beobachten, wenn es zu einem Wärme- und Feuchtigkeitsstau kommt. Zuerst reagiert man damit, dass man ein Bein herausstreckt. Wird die Wärme im Oberkörperbereich intensiver, dann deckt man sich beim Umdrehen im Rückenbereich ab, bemerkt aber die Verdunstungskälte nicht, da man sich danach in einer Tiefschlafphase befindet. Erst kurz vor dem Wachwerden bemerkt man, dass der Körper kühl geworden ist, man deckt sich unbewusst wieder zu“ erklärt Amann-Jennson die interessanten Zusammenhänge.
Auch die Betthygiene darf nicht unberücksichtigt bleiben. Denn in einem Jahr werden etwa 300 Liter Körperflüssigkeit (Schweiss) in ein Schlafsystem abgegeben. Deshalb ist es empfehlenswert alle 10-12 Jahre vor allem Unterbetten und Zudecken auszutauschen. Kissen sollten alle 2-4 Jahre getauscht werden.
Tipps für das ideale Bettklima im Winter:
- Für das ideale Bettklima ist ein optimales Raumklima notwendig. Schlafraumtemperatur Im Winter 18-20 Grad Celsius und 40-60% relative Luftfeuchtigkeit.
- Kälte kommt hauptsächlich von unten, daher unter dem Körper immer zusätzliche Matratzenauflage, vorzugsweise mit Schafschurwoll-Füllung.
- Für das optimale Wärme-Feuchtigkeits-Verhältnis ist die richtige Zudecke entscheidend, da der Grossteil der feuchten Körperwärme nach oben aufsteigt. Je nach Eigenwärmeproduktion und Schweissabsonderung entsprechende Füllmenge von Schafschurwolle wählen. Auch die Grösse der Zudecke ist wichtig, da wir im Schlaf bis zu 80 Mal die Position wechseln. Ab 1,80 Meter Körpergrösse empfiehlt sich die Komfortgrösse von 160x210cm. Den grössten Wärmeverlust unseres Körpers findet über den Kopf statt. Deshalb hat ein optimales Kissen eine Baumwoll-Schafschurwoll-Hülle. Dies reguliert die Wärme und Schweissabsonderung von Kopf, Hals und Nacken.
- Für ein gutes Bettklima spielt auch die Bettwäsche und die Nachtbekleidung eine Rolle. Empfehlung: luftdurchlässige, natürliche Materialien, vorzugsweise Baumwolle.
- Notwendige Voraussetzung Für ein trocken-warmes Bettklima sind offene Bettkonstruktionen. Das heisst, dass der Bettrahmen rundherum offen ist und das ganze System gut durchlüftet ist.
- Zum optimalen Bett- und Raumklima gehört das richtige Lüften. Wenn gleich nach dem Aufstehen gelüftet wird, ist die Feuchtigkeit noch nicht so stark in Wände und Möbel eingedrungen und kann leicht
abgeführt werden. Wenn nur am Abend gelüftet wird sind ungleich längere Lüftungszeiten erforderlich.
- Energieverluste und Auskühlung von Bauteilen sollten im Winter vermieden werden, deshalb Fenster nie schräg stellen (geringer Luftaustausch – hoher Wärmeverlust). Richtig: Möglichst weit geöffnete Fenster.
Rascher Luftaustausch im Winter – geringer Wärmeverlust
- Lüften und Heizen sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander – vor allem im Winter. Wenn die Raumtemperatur nämlich zu gering ist, kann die Luft nicht genügend Feuchtigkeit aufnehmen und es kann
zur Kondensation der Feuchtigkeit kommen. Daher sollten Schlafräume mindestens 16 Grad und Wohnräume mindestens 18 Grad haben.
- Bettwaren immer leicht aufschütteln und so auf das Bett legen, dass Restfeuchtigkeit während des Tages entweichen kann. Bettwaren können im Winter auch einmal an das offene Fenster gelegt oder gehängt werden. Minustemperaturen bekommen nämlich Mikroorganismen wie Hausstaubmilben nicht gut.
Samina hat in vielen Schlafversuchen Matratzenauflagen, Zudecken und Kopfkissen entwickelt, die Klima regulierend wirken und zu einem trocken-warmen Bettklima beitragen. Gerade die einzigartigen 4-Jahreszeitendecken bieten sowohl Menschen mit einem hohen als auch solchen mit einem niederen Wärmebedarf einen hohen Schlafkomfort. Eine Samina-Fachhändler-Liste findet man unter www.samina.ch

