Büro 10: Thurella-Hochregallager in Eglisau mit spektakulärer Aussichtsplattform

Publiziert von Andy am 18 Mai 2007 unter Dies und Das
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Blanca Barer hat mit Ihrem Beitrag den Gestaltungswettbewerb um das projektierte Hochregallager der Thurella AG in Eglisau gewonnen. Die Fachjury wurde von Prof. Paul Bürki, Winterthur präsidiert und hat über das Wochenende die Gewinnerin erkoren. Prof. Paul Bürki:

„Die Arbeit von Blanca Blarer beinhaltet eine durch eine irritierende Gegensteigung an der Nordfassade angebrachte Treppe, die zu einer spektakulären und freischwebenden Aussichtsplattform führt“. Der Preis ist mit CHF 5’000.00 dotiert.

Blanca Blarer war die jüngste aller Teilnehmer. Ihr Projekt besticht durch die einfache Umsetzung und die allgemeine Nutzungsmöglichkeit. Die Jury, darunter auch Vertreter der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission befanden das Werk einstimmig, als das Beste aller eingereichten Arbeiten.


Blanca Blarer versteht das Hochregallager als Teil der Gesamtanlage und nicht als Solitär. Dementsprechend bezieht sich ihre Farbwahl auf die Metallflächen der Nachbargebäude statt auf die Naturfarben der umgebenden Landschaft. Sie stärkt damit den Zusammenhalt der Thurella-Gebäude und setzt diese in Beziehung zum Industriegebiet am anderen Ende der Brücke. Der „doppelte Blick“ thematisiert nicht den eventuell schmerzhaften Gegensatz von Industriezone und geschützter Landschaft, sondern er macht das Beziehungsgeflecht zwischen den Gegebenheiten (Industrie, geschützte Brücke, Landwirtschaftsgebiet) lesbar. Als auch körperlich anziehender künstlerischer Eingriff setzt Blanca Blarer einen „Höhenweg“ an die Nordfassade, von einer irritierenden Gegensteigung unterbrochen, bis über die Dachkante hinaufführt und dort in eine Aussichtsplattform mündet. Der Höhenweg soll später öffentlich zugänglich sein. Der geheimnisvolle Auftritt des hermetischen Hochregallager-Volumens wird durch das skulpturale Element, das auf seiner ganzen Länge den menschlichen Massstab sichtbar macht, betont, besonders auch, weil sein Hintergrund, die Nordfassade, dunkler ist als die anderen Gebäudeseiten. Dass der „Höhenweg“ auch praktisch nutzbar, tut seinem künstlerischen Wert keinen Abbruch. Ist. Von ihm aus können z.B. die Unterhaltsarbeiten auf der extensiv begrünten Dachfläche ausgeführt werden. Der „Höhenweg“ nimmt die Vorstellungskraft mit sich und beschenkt sie mit neuen Ein- und Überblicken.

Hochregallager

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